Samstag 16. Dezember 2017
21.11.2017

Der November im Zeichen des Klimaschutzes

VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft trafen sich in Wien und Bonn um Klimaschutz voranzutreiben.

Bei der Klimakonferenz in Bonn (COP 23) widmeten sich die Vertragspartner des Klimaabkommens von Paris den politischen Rahmenbedingungen, während beim Stakeholder Council der Raiffeisen Bank International AG unternehmerische „Maßnahmen zum Klimaschutz“ (SDG 13) diskutiert wurden.

Vom 6. November bis zum 17. November fand in Bonn die 23. Klimakonferenz statt. Zwei Jahre nach dem sich die Vertragspartner in Paris auf das 2-Grad Ziel geeinigt haben, wurden unter der Präsidentschaft der Fidschi Inseln, weitere Schritte festgelegt. Um die Vertragsstaaten zu einem ehrgeizigeren Handeln zu motivieren, da mit den bestehenden nationalen Maßnahmen das 2-Grad Ziel verpasst wird, wurden die Talanoa Dialoge ins Leben gerufen. Im Rahmen dieser Bestandsaufnahme werden Beiträge aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft gesammelt, um bestehende Klimaschutzlücken zu schließen. Des Weiteren wurden im Rahmen der COP 23 Fortschritte bei der Erstellung eines „Regelbuchs“ vermerkt, beispielsweise bezüglich Messen und Reporting von Treibhausgasemissionen.

 

Weiters förderte die Klimakonferenz den Austausch zur Umsetzung von Klimaschutzmaßnahmen. Im Rahmen der sogenannten „Umsetzungsagenda“ stellten VertreterInnen von Nationalstaaten, aus der Wirtschaft und aus der Zivilgesellschaft Lösungen zum Klimaschutz vor. So präsentierte beispielsweise Lise Kingo, CEO und Executive Director des UN Global Compact, das Global Climate Action Playbook. Dies dient Unternehmen Business Opportunities rund um Klimaschutz zu erkennen, wahrzunehmen und somit nachhaltigen Unternehmenserfolg mit Klimaschutz in Einklang zu bringen.

 

Im Rahmen der Konferenz fand außerdem eine Veranstaltung statt, die gemeinsam von der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA der Wirtschaftskammer Österreich und respACT-Mitglied brainbows organisiert und von Bundesminister Andrä Rupprechter eröffnet wurde. Bei diesem Sideevent wurde aufgezeigt, dass Klimaschutz insbesondere für die Green Tech Branche viele Marktchancen bietet, wie Ulrike Rabmer-Koller, WKÖ-Vizepräsidentin, betonte:  „Die Green Tech-Branche leistet einen wertvollen Beitrag für unsere Umwelt, stärkt den Wirtschaftsstandort und schafft zukunftsträchtige Arbeitsplätze. Die Branche ist sehr dynamisch und wächst überproportional mit hohem Exportpotential -  fast zwei Drittel der Umsätze werden im Export erwirtschaftet. Daher ist es besonders wichtig, die österreichischen Unternehmen optimal auf den internationalen Märkten zu unterstützen.“

 

Doch nicht nur in Bonn wurde der Beitrag von Unternehmen zum Klimaschutz diskutiert. Beim RBI Stakeholder Council trafen VertreterInnen aus Zivilgesellschaft und Wissenschaft sowie UnternehmensvertreterInnen zusammen, um sich über den Beitrag der RBI zum SDG 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ auszutauschen. Nachdem der Klimaforscher Nebojsa Nakicenovic (Deputy Director General/Deputy Chief Executive Officer des International Institute for Applied Systems Analysis (IIASA)) in das Thema Wirtschaft und Klimaschutz einführte, stellte James Niven (Head of Corporate Affairs der Triodos Bank NV) anhand der Triodos Bank ein Best-Practice aus dem Bereich nachhaltiges Finanzwesen vor. Ausgehend von diesen Inputs wurden in Kleingruppen die „Maßnahmen zum Klimaschutz“, welche die RBI künftig umsetzen kann, diskutiert.

 

Um das 2-Grad Ziel zu erreichen braucht es auch in Österreich, neben einer klaren politischen Klimastrategie, mehr Unternehmen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und gemeinsam mit ihren Stakeholdern Strategien erarbeiten, wie Klimaschutz vorangetrieben und somit zur Umsetzung der SDGs beigetragen werden kann.

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