Dienstag 16. Januar 2018
23.01.2014

Zukunftsfähig durch nachhaltiges Wirtschaften

Der ökologische Fußabdruck als Tool zur Identifizierung von Verbesserungspotentialen

Knapp 70 UnternehmensvertreterInnen waren am 22. Jänner bei der Firma Empl in Kaltenbach/Tirol zu Gast, um einem spannenden Programm rund um das Thema „Ökologischer Fußabdruck" beizuwohnen. Die Veranstaltung wurde von der Wirtschaftskammer Tirol und respACT organisiert.

Als Einstieg stellte Gastgeber Heinz Empl das international erfolgreiche Tiroler Unternehmen Empl Fahrzeugwerk vor. Der Betrieb ist Hersteller spezialisierter Fahrzeugaufbauten. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor des seit mehreren Generationen bestehenden und TRIGOS-nominierten Unternehmens ist die ganzheitlich nachhaltige Ausrichtung. Hervorzuheben ist im Umweltbereich der Fokus auf erneuerbare Energien und im sozialen Bereich die umfassenden Leistungen für Gesundheit und Wohlergehen der MitarbeiterInnen.

 

Um die Verhältnisse zu ändern, müssen wir unser Verhalten ändern"

 

Im darauffolgenden Vortrag präsentierte Johnny Nesslinger, selbst Unternehmer im Sportbereich und Multiplikator des Footprint Netzwerks, das Konzept des Ökologischen Fußabdrucks. Zunächst wurde die Problematik skizziert: Mit dem derzeitigen Ressourcenverbrauch wird der Planet um ein Vielfaches überstrapaziert, was u.a. daran liegt, dass es keine weltweite „Buchhaltung für Vorräte“ gibt. Der durchschnittliche Fußabdruck einer/s Österreichers/In setzt sich zu etwa gleichen Teilen aus Ernährung, Konsum, Mobilität und Wohnen zusammen.  Ein Vorteil gegenüber anderen Berechnungsmethoden ökologischer Auswirkungen liegt in der leicht verständlichen Veranschaulichung komplexer Zusammenhänge.

 

Unternehmerische Entscheidungen „nachhaltig“ treffen

 

Es folgte ein spielerischer Teil mit dem „UN Global Compact Dilemma Game“. In Kleingruppen wurden verschiedene Szenarien in den Bereichen Umweltschutz, Arbeitsnormen und Menschenrechte durchgespielt, die in einem Unternehmen auftreten können. Jeder Spieler versetzte sich dabei in die Rolle einer Anspruchsgruppe (Kunde, Umweltschutzorganisation etc.). Dies machte einerseits die Auswirkung einer Unternehmensentscheidung für verschiedene Stakeholder bewusst, andererseits zeigen die Dilemmata den starken Zusammenhang zwischen ökologischen und sozialen Aspekten.

 

Den Abschluss machte eine Betriebsführung durch die Werkstätten von Empl, bei denen die BesucherInnen u.a. einige der technischen Innovationen zu sehen bekamen, die das Unternehmen entwickelt hat.

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