Freitag 23. Juni 2017
14.06.2017

Die globalen Nachhaltigkeitsziele und ihr Wert für die europäische Wirtschaft

Eine Publikation von CSR Europe zeigt, dass die SDGs das Wirtschaftswachstum in Europa fördern.

Die Sustainable Development Goals (SDGs) sind im Januar 2016 in Kraft getreten und wurden bereits von vielen europäischen Unternehmen umgesetzt. Eine kürzlich erschienene  Publikation, die von Frost & Sullivan und GlobeScan in Partnerschaft mit CSR Europe erstellt wurde, zeigt auf, dass die Implementierung der SDGs für Unternehmen vielfältige Chance beinhaltet und dies bereits von vielen Unternehmen erkannt wird.

Die Studie, die sich auf vier ausgewählte SDGs (Hochwertige Bildung, Geschlechter-Gleichstellung, Bezahlbare und Saubere Energie sowie Nachhaltige Städte und Gemeinden) konzentriert, belegt das große wirtschaftliche Potential der SDGs, das im Milliardenbereich liegt. Diese Ergebnisse decken sich mit anderen Studien, wie die „Better Business Better World“ (BCSD, 2017), die zu diesem Thema durchgeführt wurden.

 

Zum Beispiel, bietet der Bereich „Hochwertige Bildung“ (SDG 4) viele Möglichkeiten für europäische Unternehmen. 58 Millionen Kinder weltweit können nicht zur Schule gehen und 100 Millionen Kinder haben  keine Grundschulbildung. Folglich verfügen sie künftig nicht über die geforderten Fähigkeiten für den Arbeitsmarkt. Durch den  Einsatz von innovativer digitaler Bildungsinfrastruktur, wie die Massive Open Online Courses (MOOCs), E-learning, Virtual Reality (VR) und Artificial Intelligence (AI) können diese gesellschaftlichen Herausforderungen überwunden werden. Gleichzeitig entstehen Marktchancen von bis zu 235 Milliarden Euro. Eine weitere Wachstumsquelle für Unternehmen, die aus der Studie hervorgeht, ist die „Geschlechtergleichstellung“ (SDG 5). Unternehmen mit mehr als 30 Prozent Frauen in Führungspositionen haben durchschnittlich eine 25 % höhere Profitrate als Unternehmen auf die das nicht zutrifft. Außerdem kann es durch den zu erwartenden Anstieg des Einkommens zu Veränderungen des Konsumverhaltens kommen. Dies ermöglicht wiederum neue Möglichkeiten im Bereich von Konsumgütern und Dienstleistungen.

 

Die Hälfte der befragten europäischen CEOs (52%) glaubt, dass die Einbindung der SDGs in ihre Geschäftsstrategie neue wirtschaftliche Chancen eröffnet. Herausforderungen für die Umsetzung der SDGs identifiziert die Publikation beim Interesse der Stakeholder an Maßnahmen für die globalen Ziele sowie beim Verständnis davon, wie sich die SDGs auf das Kerngeschäft eines Unternehmens beziehen können. Weiters beschränkt sich das Bewusstsein für die SDGs meist auf die Geschäftsführungsebene und auf das CSR-Management. Zudem wünschen sich Unternehmen konkrete Richtlinien von politischer Seite. In Österreich kann in diesem Zusammenhang die kürzlich erschienene Stellungnahme des Bundeskanzleramtes erwähnt werden. Darin wird auf die Rolle der einzelnen Ministerien im Rahmen der Umsetzung der SDGs eingegangen.Die ganzheitliche Integration der SDGs in die Unternehmensstrategie ist auf einem guten Weg, allerdings kann auch beobachtet werden, dass Unternehmen bei der Umsetzung der SDGs von einer positiven Zusammenarbeit mit Politik, dem öffentlichen Sektor sowie NGOs stark profitieren können.

 

Zusammenfassend kommt die Publikation von CSR Europe zu dem Ergebnis, dass die Einbeziehung der SDGs in die Geschäftsstrategien der Unternehmen nicht nur den Übergang in eine nachhaltigere Welt sichern , sondern Betrieben auch Wachstums- und Innovationsmöglichkeiten eröffnen kann. Durch hochwertige Bildung und Sensibilisierung  für die SDGs ist ihre erfolgreiche Implementierung in die Wirtschaft möglich. Außerdem sind die globalen Nachhaltigkeitsziele nur durch Partnerschaften und die Zusammenarbeit verschiedener Sektoren, von Regierungen bis multilateralen Institutionen, zu erreichen.

 

respACT unterstützt als Wissens- und Informationsplattform für Nachhaltige Entwicklung und Koordinierungsstelle des Global Compact Netzwerkes Österreich, Unternehmen bei der Integration der SDGs in ihre Geschäftsstrategien. Das Netzwerk verbindet Mitgliedsunternehmen untereinander und fördert Multi-Stakeholder-Partnerschaften zwischen VertreterInnen aus Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft.

 

Genauere Informationen finden Sie in der Publikation:

 

SDGs

respACTs work on the Sustainable Development Goals

#WERwennnichtWIR

 

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