Donnerstag 18. Januar 2018
19.08.2015

Nachhaltige Lieferkette: Trends 2015

Risikominimierung und Traceability als wichtigste Themen, Kooperationen als große Chance

Ethical Corporation, Herausgeber des gleichnamigen Responsible Business Magazins, analysierte, warum Unternehmen ihre Lieferkette nachhaltig gestalten, was ihnen dabei besonders wichtig ist und welche Chancen sich ergeben.

In etwa 80 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits nachhaltige Maßnahmen entlang ihrer Lieferkette. Rund ein Drittel gab die Reduzierung von Risiken als größte Motivation an. Auch die Reputation spielt für rund ein Viertel der Unternehmen eine Rolle, wogegen die Senkung von Kosten zwar von knapp 15% relevant, aber nicht der Haupttreiber ist. 

 

 

Die Themen, die die Unternehmen 2015 am meisten beschäftigt haben und für sie auch 2016 von Bedeutung sein werden, sind Traceability – also die Rückverfolgbarkeit des Produktionsweges eines Produkts oder einer Dienstleistung –, ökologische Aspekte, Menschenrechte, die Reduktion der Abhängigkeit von nicht-nachhaltigen Rohstoffen sowie die Einbindung von Geschäftspartnern (siehe Graphik oben), wobei es dabei regionale Unterschiede gibt. Europa beschäftigt sich stark mit Traceability, während Nordamerika größeres Gewicht darauf legt, von nicht-nachhaltigen Rohstoffen unabhängig zu werden. Der asiatische Pazifikraum sieht sich vor allem mit ökologischen Themen konfrontiert.

 

Kooperationen als größte Chance

 

Das Lieferkettenmanagement des Unternehmens nachhaltig zu gestalten, bringt für die befragten Unternehmen viele Vorteile: die Etablierung einer Kreislaufwirtschaft, Bewusstseinsschaffung bei KundInnen und KonsumentInnen sowie Ressourceneffizienz. Von rund einem Viertel der Befragten werden „industry collaborations“ als die größte Chance genannt. Gemeint sind dabei Kooperationen zwischen Unternehmen, die ähnliche Lieferketten haben. Diese Unternehmen können zum Beispiel dieselben Standards in Form eines Code of Conducts für ihre gemeinsamen Lieferanten vereinbaren. Audits und Trainings werden zusammen durchgeführt, was Zeit und Kosten spart. Weitere Vorteile von Kooperationen sind der Erfahrungsaustausch und die größere Reichweite der Maßnahmen. Eine andere Möglichkeit ist die Zusammenarbeit von Unternehmen mit NGOs, mit Hilfe derer zum Beispiel Menschenrechtsverletzungen vorzeitig erkannt und verhindert werden können.

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