Donnerstag 18. Januar 2018
02.07.2015

Innovative Geschäftsmodelle in Entwicklungsländern

Nachlese zum Innovationsfrühstück im Impact Hub

Im Rahmen des europäischen Jahres für Entwicklung fanden sich am 25. Juni innovationsbegeisterte TeilnehmerInnen im Impact Hub Vienna zusammen, um sich beim Innovationsfrühstück zum Thema Chancen und Herausforderungen für Innovationen in Entwicklungsländern auszutauschen.

Zusammenarbeit mit externen Partnern

Durch die Veranstaltung führte Werner Wutscher Vorstandsmitglied bei respACT, Gründer und Geschäftsführer von New Venture Scouting. Er wies darauf hin, dass für Innovationen heutzutage vor allem neue Kooperationsformen mit externen Partnern gefordert sind. Herr Wutscher beschrieb die Problematik in der eurozentristischen Sichtweise und plädierte für eine Änderung des Blickwinkels. Um die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle der Unternehmen zu fördern, sei Open Innovation ein wichtiges Instrumentarium. Darüber hinaus müssen Innovationen leistbar und ressourcenschonend sein.

 

Beitrag von Innovationen zu gerechtem Wachstum

Gunter Schall, Leiter des Referates Wirtschaft und Entwicklung der Austrian Development Agency (ADA), hob hervor, dass die Geschwindigkeit, mit denen sich Innovationen heutzutage durchsetzen, dramatisch zugenommen hat. Dabei stelle sich für die Entwicklungszusammenarbeit folgende Kernfrage: Können Entwicklungen von Innovationen zu gerechtem und ausgewogenen Wachstum beitragen? Im Entwicklungskontext sei es wichtig sowohl im sozialen als auch im ökologischen Bereich Fortschritte zu erzielen. Der aktuelle OECD Bericht zum Thema Innovation Policies for Inclusive Growth bietet Beispiele für integrative Innovationsinitiativen und Möglichkeiten zur Innovationspolitik. Social Entrepreneurs und zunehmend auch multinationale Unternehmen haben erkannt, dass die Erschließung inklusiver Business Modelle in den Emerging Market wichtig ist, um sich auf den Weltmärkten erfolgreich zu positionieren.

 

Suchen nach gemeinsamen Lösungen für einkommensschwache Märkte

Ennovent arbeitet mit einem globalen Netzwerk  – darunter auch die Austrian Development Agency – zusammen und sucht dabei nach den besten Lösungen weltweit. Mittels geeigneter Finanzierungsmethoden sollen speziell Innovationen im Bereich Nachhaltigkeit forciert werden. „Unser Ziel ist es, dass alle Menschen gleichberechtigt an Märkten teilnehmen können“, so Peter Scheuch von Ennovent. 2011 wurde die Global Energy Challenge ins Leben gerufen. Im Rahmen dessen wurde weltweite nach gewinnorientierten Lösungen gesucht, die den kritischen Energiebedarf in Indien decken können. Einkommensschwache Märkte (pro-Kopf-Einkommen 5 – 10 Euro pro Tag) gelten als Märkte mit großem Potenzial, die es zu bedienen gilt. Die wenigsten Unternehmen wagen jedoch den Markteintritt. Hierbei sieht Herr Scheuch grundsätzlich drei Punkte, die es zu beachten gilt:

 

  • Produkt – Die Features des Produktes sind den Gegebenheiten des Marktes individuell anzupassen.
  • Business Model/Distribution Channels - Hierbei werde die größte Innovationskraft für Unternehmen gesehen.
  • Spezielle Finanzierungsmodelle und After-Sales Support

Zum Abschluss hob Herr Scheuch die besondere Rolle der Social Entrepreneurs in einkommensschwachen Regionen hervor und diagnostizierte steigendes Interesse an den Märkten.

 

Mehr zur Unterstützung von Inclusive Business Models durch die österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (ADA) finden Sie hier www.entwicklung.at

 
 
 
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