Dienstag 16. Januar 2018
25.02.2015

1. Global Compact General Meeting 2015

„Innovation durch nachhaltiges Wirtschaften“ als Schwerpunktthema des Jahres gewählt

Am 25. Februar 2015 trafen sich die TeilnehmerInnen des österreichischen Global Compact-Netzwerkes im Rahmen des General Meetings im Studio 44 der Casinos Austria und Österreichischen Lotterien in Wien. Fokus des Treffens war das diesjährige Schwerpunktthema „Innovation durch Nachhaltiges Wirtschaften“.

Innovation ist nicht nur für Global Compact-Teilnehmer ein brandaktuelles Thema. 30% der Community des international angesehenen Magazins Ethical Corporation sehen Innovation in Verbindung mit Nachhaltigkeit ebenfalls als Topthema für 2015.

 

Prof. Dietmar Hoscher, Vorstandsdirektor der Casinos Austria, der in diesem Jahr zum Vize-Präsidenten der European Casino Association mit Fokus auf CSR und Responsible Gaming ernannt wurde, begrüßte die Gäste mit einem Plädoyer an Nachhaltiges Wirtschaften. Dabei appellierte er insbesondere an Rating-Agenturen und an die öffentliche Hand, CSR-Kriterien bei der Bewertung von Unternehmen in Zukunft noch stärker zu berücksichtigen.

 

Bildunterschrift (v.l.n.r.): Dietmar Hoscher (Casinos Austria), Gerhard Prätorius (Volkswagen AG)

 

Strukturwandel im Mobiltitätsbereich

Den Experteninput zum Thema "Nachhaltigkeit durch Innovation? - Innovation durch Nachhaltigkeit!" lieferte Prof. Gerhard Prätorius, Leiter der Koordination CSR und Nachhaltigkeit der Volkswagen AG. Er strich den Strukturwandel im Mobilitätsbereich hervor, wonach neue Innovationsstrategien für Mobilitäts-Unternehmen unverzichtbar seien. Als wichtigste Innovationstreiber für Nachhaltigkeit nannte Prätorius den Kapitalmarkt, die Zivilgesellschaft, die Politik sowie im Falle von VW die großen Flottenkunden. Im Mobilitätsbereich finde derzeit ein tiefgreifender Strukturwandel statt, der sich aber erst in 30 bis 40 Jahren bemerkbar machen werde. Insbesondere Monopole, wie das der Verbrennungstechnologie im Motorenbereich, seien nicht innovationsfördernd und müssten daher aufgebrochen werden. Außerdem sei die öffentliche Hand gefordert, durch entsprechende Maßnahmen und Regulierungen nachhaltige Innovationen zu fördern. Obwohl es derzeit schwierig sei, Prognosen abzugeben, welche Technologie (Erdgas, Elektroauto etc.) sich im Mobilitätsbereich 2050 durchsetzen wird, ist für Gerhard Prätorius die CO2-neutrale Mobilität ein durchaus realistisches Ziel.

 

Chance durch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen

Im Anschluss an die Keynote referierte Prof. Reinhard Altenburger von der Fachhochschule Krems über Chancen durch nachhaltige Produkte und Dienstleistungen. So habe die internationale Organisation „Business for Social Responsibility“ in der letzten Zeit eine erhebliche Veränderung im Nachhaltigkeits-/CSR-Verständnis von Unternehmen festgestellt. Der Fokus werde verstärkt von Risikovermeidung hin zur Wahrnehmung von Nachhaltigkeit als die aktuell größte Innovationschance verschoben. Handlungsfelder gebe es für innovative Unternehmen zur Genüge: ob im Bereich der Ressourcenknappheit, der zunehmenden Urbanisierung oder dem knapper werdenden Trinkwasser.

 

Innovation und die Herausforderungen

Im Anschluss an die Expertenvorträge diskutierten die TeilnehmerInnen an den geleiteten Thementischen der FH Krems über Innovationsprozesse, Barrieren für Innovation, Stakeholdereinbindung sowie neue Märkte für nachhaltige Innovationen.  Die Ergebnisse der Diskussionen fließen in die diesjährige respACT- und Global Compact-Arbeitsgruppe zum Thema „Innovation und Nachhaltigkeit“ ein und stehen Global Compact-TeilnehmerInnen im Intranet von www.globalcompact.at zur Verfügung.

 

Schwerpunkte des österreichischen Global Compact-Netzwerk

Zum Abschluss gab Bettina Steinbrugger, Koordinatorin des österreichischen Global Compact-Netzwerkes bei respACT, einen Ausblick über die bevorstehenden Aktivitäten und Veranstaltungen im Rahmen des Netzwerkes. Diese sind unter www.globalcompact.at zu finden.

 

Alle Präsentationen sowie das Protokoll des General Meetings finden Global Compact-Teilnehmer demnächst im Intranet auf www.globalcompact.at.

 

Mit freundlicher Unterstützung von:

 

 

 

 

 
 
 
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