Business as usual is not an option

Seit drei Tagen bin ich gemeinsam mit respACT-Vizepräsident Heinz Felsner beim jährlich stattfindenden Council Meeting der respACT-Partnerorganisation World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). (Anmerkung: Der Einfachheit halber mische ich ein wenig Englisch und Deutsch in diesem Bericht).

Wie jedes Mal ist es auch diesmal wieder interessant, mehr als 200 der global führenden Unternehmen dabei zu beobachten, wie sie mit den Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung mehr oder weniger erfolgreich umgehen. Der Einstieg in den wichtigsten Teil der Woche, das Council Meeting, bei dem auch ca. 50 CEOs der WBCSD Mitgliederunternehmen dabei waren, erfolgte mit einem kurzen Überblick der globalen Entwicklungstrends:

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Die Bilder illustrieren (von links nach rechts) das globale Bevölkerungswachstum, die Prognose, dass 70% der Menschen im Jahr 2050 in Städten leben werden und dass sich auch die Verteilung des Vermögens global verändern wird. Diese und weitere Argumente, im status report von WBCSD Präsident Björn Stigson (dieser und alle Folien sind übrigens auch auf der WBCSD Webseite zu finden) führten zu der an die im Publikum sitzenden Unternehmen gerichteten Aussage: “Business as usual is not an option”.

Dies führt direkt zu einem der derzeit wichtigsten Arbeitsprogramme des WBCSD, dem Vision 2050 Project. Hier war und ist die Herausforderung, Szenarien einer nachhaltigen Welt im Jahr 2050 zu entwickeln, und daraus heraus die Wege, die – insbesondere für Unternehmen – dorthin führen können.

Folgende Chart illustriert sehr gut den Stand der Dinge und wohin die Entwicklung gehen sollte (in das Rechteck rechts unten …):

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Als eines der wichtigsten Themenfeldern in den Pathways to Sustainability wird Sustainable Consumption – nachhaltige Konsummuster -  gesehen. Drei Punkte aus der Konferenz dazu:

  • Efficiency & technology is not enough to make consumption sustainable
  • Changes will be required to lifestyles and broader demand-side management
  • Redefine GDP & Quality of life

Insbesondere den letzten Punkt finde ich ausgesprochen bemerkenswert, schließlich kommt er nicht von einer NGO, sondern von einer Unternehmensplattform, deren Unternehmen nebenbei 13 Millionen Beschäftigte haben.

Weitere wichtige Fakten – in engem Zusammenhang mit dem Bevölkerungswachstum – wurden in der Climate & Energy Focus Area präsentiert.

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Eine der zitierten Quellen dazu ist auch immer wieder der World Energy Outlook 2008 der International Energy Agency:

  • Current energy trends are patently unsustainable – socially, environmentally, economically.
  • To avoid “abrupt and irreversible” climate change we need a major decarbonization of the world’s energy system.

Die Diskussionen drehten sich bei diesem Thema naturgemäß immer auch um den anstehenden Klimagipfel COP15 in Kopenhagen. Die Einschätzung des WBCSD ist eine ausgesprochen realistische:

  • Copenhagen is a milestone, not the finishing post
  • Unlikely to deliver framework with details
  • Will be worked out over next 2 years, internationally & nationally

Wir werden uns also wohl auf weitere Diskussionen zu diesem Thema einstellen müssen.

An dieser Stelle muss ich aus Zeitgründen (das nächste Meeting geht in 10 Minuten los) Schluss machen. Der obige Bericht ist nur ein kurzer Auszug der Themen der Konferenz. Weitere wichtige Themen sind Development, Ecosystems und auch Energy Efficiency in Buildings.

Informationen zu allen angesprochenen Arbeitsfeldern des WBCSD gibt es auf der umfangreichen Webseite mit zahlreichen Publikationen oder auch gerne direkt bei mir.

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Roman H. Mesicek, Geschäftsführer respACT
(auf dem Foto mit Vizepräsident Heinz Felsner, rechts)

PS: Geschrieben am 15.Oktober 2009 um 7:50pm (Ortszeit Washington, DC), also gerade noch rechtzeitig für den Blog Action Day ‘09: Climate Change.

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2 Responses to Business as usual is not an option

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